Forschen • Ausbilden • Vernetzen
Für eine nachhaltige Bioökonomie

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Interdisziplinäre Doktorandenprojekte

Promovierende in BioSC Core Groups hatten im September 2021 die Möglichkeit, standort- und forschungsschwerpunkt-übergreifend interdisziplinäre Kleinprojekte zu beantragen. Zwei Projekte werden ab Dezember 2021 gefördert. Eine neue Ausschreibung für Doktorandenprojekte gibt es Anfang 2022.

Foto: Jynto (CCO)

ARCyria – Biologically active indolocarbazoles: Adcanced Recombinant production of Arcyriaflavins

Luzie Kruse, Nora Bitzenhofer, Molekulare Enzymtechnologie, HHU Düsseldorf
Alexander Reiter, Biotechnologie, Forschungszentrum Jülich
Marcel Schatton, Bioorganische Chemie, HHU Düsseldorf

 

Natürliche Indolcarbazole sind eine wertvolle Quelle für bioaktive Verbindungen mit zahlreichen potenziellen Anwendungen, insbesondere in der pharmazeutischen Industrie. Das Ziel des Projekts ARcyria ist eine in die Biosynthese integrierte Derivatisierung der chemischen Struktur von Arcyriaflavin A, um neuartige Verbindungen zu erhalten und so die Arcyriaflavin-Familie zu erweitern. Hierfür sollen geeignete Oxidoreduktasen für die Derivatisierung der Vorstufenverbindungen identifiziert und in den Biosyntheseweg implementiert werden. Die neu erstellten Biosynthesemodule werden in zwei vielversprechenden Produktionswirten, dem etablierten Pseudomonas putida KT2440 und dem neuen, antibiotikatoleranten Neopseudomonas, untersucht.

Foto: Kupirijo (CC BY-3.0)

InoDH – Combining bioinformatics and biotechnology for the production of valuable inositol isomers

Paul Ramp, Biotechnologie, Forschungszentrum Jülich
Jonas Dittrich, Pharmazeutische und medizinische Chemie, HHU Düsseldorf

Inositole sind aufgrund verschiedener gesundheitsfördernder Eigenschaften vielversprechende Kandidaten für Nahrungsergänzungsmittel. Das Projekt InoDH konzentriert sich auf die biochemische und strukturelle Charakterisierung der Inositol-Dehydrogenasen aus Corynebacterium glutamicum, um deren Potenzial zur Herstellung wertvoller Inositol-Isomere zu analysieren. Aufbauend auf Strukturmodellen und Molekulardynamiksimulationen wird eine Auswahl an Inositol-Dehydrogenasen getroffen. Diese werden produziert, gereinigt und biochemisch charakterisiert. Schließlich sollen vielversprechende Enzymkandidaten eingesetzt werden, um ein Verfahren zur kostengünstigen Produktion von Inositol-Isomeren zu etablieren.