Bioeconomy Science Center
Forschung und Kooperation für nachhaltige BioÖkonomie

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Forschung und Kooperation für nachhaltige BioÖkonomie

Tag der Neugier am Forschungszentrum Jülich: Großes Interesse an der Bioökonomie

Am 7. Juli 2019 fand am Forschungszentrum Jülich der Tag der Neugier mit rund 23 000 Besuchern statt. Auf großes Interesse stieß die BioSC-Ausstellung „Produkte der Bioökonomie“, die eine Vielfalt von biobasierten Produkten präsentierte, die bereits heute hergestellt werden. Auch der Bioökonomiepfad, der sich über das gesamte Gelände zog, hatte zahlreiche Besucher.

Der Bioökonomiepfad, den die Jülicher BioSC-Core Groups gestaltet hatten, illustrierte das Konzept einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Während am IBG-3 (Agrosphäre) Konzepte für eine umwelt- und ressourcenschonende Nutzung von Boden und Wasser gezeigt wurden, ging es am IBG-2 (Pflanzenwissenschaften) um die nachhaltige Pflanzenproduktion. Die Institute IBG-1 (Biotechnologie), IMET (Enzymtechnologie) und IBOC (Bioorganische Chemie) informierten über die Grundlagen der biotechnologischen Herstellung von Materialien und Chemikalien aus Biomasse. Beim Fachbereich Umweltdienste konnte man die Kläranlage des Forschungszentrums besichtigen, in der in Zusammenarbeit mit dem IBG-2 Methoden zur Rückgewinnung von Nährstoffen aus Abwässern etabliert werden.

Die BioSC-Ausstellung „Produkte der Bioökonomie“ präsentierte eine Vielfalt von biobasierten Produkten, die bereits heute hergestellt werden und zum großen Teil auch erhältlich sind. Neben bekannten Beispielen wie Spülmittel mit Biotensiden gehörten dazu etwa ein Laptopkoffer aus gepresstem Hanf, ein Funktions-T-Shirt aus Holzfasern und Schuhe aus den Fasern von Ananasblättern. Großen Anklang bei den Kindern fanden bunte Kugeln aus Maisgranulat, die nach dem Befeuchten wie Knete benutzt werden konnten und zu zahlreichen kleinen Kunstwerken verarbeitet wurden. Auch Produkte aus dem Rohstoff Gras wurden gezeigt. In der Ausstellung fanden sich sowohl Papier und Verpackungsmaterialien mit rund zwei Drittel Grasfaseranteil als auch Terrassendielen aus einem Kunststoff, der aus siliertem und gemahlenem Gras hergestellt wird. Prototypen von Verbundmaterialien aus Pflanzenfasern und Biokunststoffen, wie z.B. die Innenverkleidung für eine Autotür, zeigten eindrucksvolle Möglichkeiten für die Zukunft auf. Die vielfältige Produktpalette stellte zeigte, dass Bioökonomie im Alltag möglich und bereits präsent ist, und brachte das Thema eine breiten Öffentlichkeit näher.

Fotos: Forschungszentrum Jülich