Bioeconomy Science Center
Forschung und Kooperation für nachhaltige BioÖkonomie

Bioeconomy Science Center
Forschung und Kooperation für nachhaltige BioÖkonomie

Prof. Stefanie Bröring | Universität Bonn | ILR - Agribusiness Management

Forschungsthemen und Profil (mit Bezug zur Bioökonomie)

Der Wechsel von einer Erdöl-basierten zu einer nachhaltigen Bioökonomie gewinnt an Dynamik und erfordert die Entwicklung neuer Konzepte, welche ökonomischen Erfolg mit ökologischer Verantwortung vereinen. Deshalb sind neue Technologien und neue Produkte sowie Prozess- und Geschäftsmodellanwendungen erforderlich, um einen nachhaltigen Wechsel zu ermöglichen. Vor diesem Hintergrund konzentrieren wir uns auf Forschungsfragen an der Schnittstelle zwischen Naturwissenschaften und Innovationsmanagement, sei es auf Technologieebene, einzelne Unternehmen und Unternehmensnetzwerke oder Konsumenten. Unser zentrales Forschungsinteresse ist es zu verstehen, wie neue Technologien und Innovationen entstehen, sich entwickeln und verbreiten, um Wertschöpfungsketten innerhalb der Bioökonomie zu formen.

Unser Team beschäftigt sich besonders mit den folgenden drei Forschungsfeldern:

  • Strategisches Technologiemanagement in Zeiten von Konvergenz – wir verfolgen das Ziel, Prozesse und Muster von Konvergenzen in der Bioökonomie zu verstehen und wie der Zusammenschluss inter-industrieller Segmente (z.B. Nutrazeutikaoder Biopolymere) durch Patent- und Literaturanalysen vorhergesehen werden kann.
  • Innovationsmanagement in Firmen, Wertschöpfungsketten und Netzwerken - Wir bewerten diese Dynamik, indem wir empirisch die Entstehung neuer Wertschöpfungsketten analysieren, die auf die Einführung von Produkt-/Prozessinnovationen oder die kaskadenartige Nutzung von landwirtschaftlichen Nebenprodukten/Abfällen zurückzuführen sind, um globale Herausforderungen wie Ressourcenknappheit (z. B. Phosphor) anzugehen. Außerdem wollen wir zum Verständnis des Zusammenspiels zwischen Regulierungen und öffentliche oder private Standards und Innovationen in der Lebensmittelkette beizutragen.
  • Öffentliches Verständnis von Technologie und Innovation - wir untersuchen im Kontext von Technologieakzeptanz, ob bestimmte Produkt- und Prozessqualitäten (z.B. gesundheitsfördernde Eigenschaften) von Lebensmitteln in der Lage sind, die Akzeptanz neuer Technologien über die gesamte Lebensmittelkette hinweg zu steigern. In dieser Hinsicht streben wir ein besseres Verständnis von Chancen und Hindernissen für die Einführung/Umsetzung dieser Technologien nicht nur auf der Ebene der Verbraucher, sondern auch der Landwirte, Verarbeiter und Einzelhändler an.

Beiträge zum BioSC

Als Teil des Forschungsfeldes 4- Ökonomische und soziale Bedeutung- bietet unser Lehrstuhl sowohl Expertise in bioökonomischen Strategien und Innovationsmanagement, als auch große Erfahrung in der Entwicklung und Kommerzialisierung radikaler, innovativer Technologien (in Zusammenarbeit mit FocusLab-Partnern). Gemäß unserer Kernforschungsgruppen konzentriert sich unsere Arbeit innerhalb des BioSC-Netzwerkes hauptsächlich auf:

  • Untersuchung des Technologietransfers in interdisziplinärem Rahmen, um die Markteinführung neuer Technologien zu erreichen. Dieses Thema wird in BioSC-geförderten Projekten weiterentwickelt. (White Paper, EconBioSC, greenRelease). 
  • Empirische Analysen im aufstrebenden Bereich der Bioökonomie, in Bezug auf offene und branchenübergreifende Innovation - Forschung zu neu entstehenden Wertschöpfungsketten im Zuge der Einführung radikaler Innovationen (beispielsweise die Projekten P-ENG, InducTomE und AP3).
  • Verstehen von Hindernissen und Erfolgsfaktoren für die Akzeptanz und Annahme technologischer Innovationen. Des Weiteren werden neue Methoden wissenschaftlicher Kommunikation und die Reichweite der Akteure in der Bioökonomie untersucht, die verwendet werden, um einen stärkeren gesellschaftlichen Dialog zu fördern (CombiCom).

Homepage der Core Group Prof. Bröring