Bioeconomy Science Center
Forschung und Kooperation für nachhaltige BioÖkonomie

Bioeconomy Science Center
Forschung und Kooperation für nachhaltige BioÖkonomie
22.11.2016

Auszeichnung durch die KlimaExpo.NRW

KlimaExpo.NRW würdigt Forschung für eine nachhaltige Bioökonomie


Im Bioeconomy Science Center (BioSC) arbeiten vier renommierte NRW-Forschungsinstitute zusammen, um innovative, markttaugliche und nachhaltige Lösungen für eine biobasierte Gesellschaft zu entwickeln – vor allem als Gegenmodell zur intensiven Nutzung endlicher Ressourcen wie Erdöl. Gleichzeitig bildet das BioSC qualifizierte Fachleute aus. Diesen besonderen Einsatz für die Ressourcenschonung der Zukunft hat KlimaExpo.NRW-Geschäftsführer Dr. Heinrich Dornbusch heute mit der offiziellen Aufnahme in die landesweite Leistungsschau gewürdigt – im Rahmen des ersten BioSC-Symposiums in Köln.


Am Bioeconomy Science Center sind das Forschungszentrum Jülich, die RWTH Aachen, die Rheini-sche Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit mehr als 1.200 Mitarbeitern beteiligt – unterstützt wird das Center zudem durch das „NRW-Strategieprojekt BioSC“. Gemeinsames Ziel ist es, den enormen Verbrauch endlicher Ressourcen und die damit verbundenen CO2-Emissionen zu reduzieren, die etwa bei der Produktion von Nahrungsmitteln, Rohstoffen, Chemikalien und Treibstoffen entstehen. Geforscht wird dazu nach nachhaltigeren Verfahren auf Basis von Organismen und biologischen Prozessen. Ob Algenproduktion zur Biokerosingewinnung, Miscanthus als Energiepflanze oder Reduzierung von Düngemitteln, Pestiziden und Emissionen in der Landwirtschaft. Die Forschungsprojekte sind sehr vielfältig und besitzen enormes Potenzial.


BioSC als Motor für Ressourceneffizienz
Der Rahmen für die heutige KlimaExpo.NRW-Ehrung hätte kaum passender gewählt werden kön-nen. Sie fand während des ersten BioSC-Symposiums mit dem Titel „Towards an Integrated Bioeconomy“ in Köln statt, auf dem die Ergebnisse verschiedener Forschungsthemen vorgestellt und diskutiert wurden. Geschäftsführer Dr. Heinrich Dornbusch hob bei der Urkundenübergabe hervor: „Das BioSC fördert durch seine zahlreichen Forschungsprojekte und Veröffentlichungen die Ressourceneffizienz und ist somit ein echter Fortschrittsmotor für den Klimaschutz.“
Prof. Ulrich Schurr vom Forschungszentrum Jülich nahm die Urkunde entgegen und bedankte sich: „Es freut uns, dass wir durch unsere Forschung und Kooperation für nachhaltige Bioökonomie einen Beitrag für den Klimaschutz der Zukunft leisten können. Unser Ziel ist dabei nicht nur, neue biobasierte Technologien und Verfahren zu etablieren, sondern auch die nächste Forschergeneration für den Klimaschutz und die Ressourcenschonung zu gewinnen und zu begeistern.“

Ausbildung und enge Vernetzung der Projekte
So ist auch die Ausbildung im Bereich der Bioökonomie ein wichtiger Bestandteil des BioSC-Projekts. Die interdisziplinäre Ausbildung und multidisziplinäre Zusammenarbeit wird durch Projekte in fachübergreifenden Teams gefördert. Projektergebnisse werden aus verschiedenen Blickwinkeln ganzheitlich betrachtet, Teilprojekte immer wieder vernetzt und Ergebnisse in Workshops und Veranstaltungen projektübergreifend präsentiert. Ob neue Technologien auch wirtschaftlich und praxistauglich sind, wird zudem mit Praxispartnern erprobt. Das sind beste Voraussetzungen, um die nachhaltigen Bioökonomie in NRW zu etablieren und damit die Abhängigkeit von natürlichen Ressourcen und deren Importen zu reduzieren.

http://www.klimaexpo.nrw/mitmachen/projekte-vorreiter/vorreitergefunden/biosc/