Forschen • Ausbilden • Vernetzen
Für eine nachhaltige Bioökonomie

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Für eine nachhaltige Bioökonomie

Christian-Patermann-Preis 2022

im Rahmen des BioSC Supervision Award

Die Entwicklung und Implementierung einer nachhaltigen Bioökonomie erfordert neue inter- und transdisziplinäre Ansätze in der Ausbildung und Entwicklung von wissenschaftlichem Nachwuchs. Im Rahmen des NRW-Strategieprojekts BioSC werden mit dem Supervision Award seit 2014 herausragende Leistungen von jungen Wissenschaftlern bei der Betreuung von Promovierenden honoriert. Der BioSC Supervision Award wird seit 2021 als Christian-Patermann-Preis verliehen, benannt nach dem Begründer der wissensbasierten Bioökonomie in Europa.
Mit den Prämien, die zur Verwendung in wissenschaftlichen Arbeiten einzusetzen sind, zeichnet das Bioeconomy Science Center (BioSC) junge Wissenschaftler für besondere Leistungen in Bezug auf die Qualität ihrer fachlichen und persönlichen Betreuung von Promovierenden aus. Das Gutachtergremium entscheidet auf Basis der wissenschaftlichen Exzellenz und Betreuungsleistung der Nominierten. Vernetzung, Eigenständigkeit, wissenschaftliche Sichtbarkeit und die Förderung des „Blicks über den Tellerrand“ der betreuten Promovierenden sind weitere relevante Auswahlkriterien. Mit der Auszeichnung sollen die Voraussetzungen für eine exzellente Karriereentwicklung von jungen Wissenschaftlern verbessert werden. Bei gleicher fachlicher Qualifikation und Leistung werden bevorzugt junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ausgezeichnet. Eine thematische Eingrenzung auf bestimmte Themen der Bioökonomie ist nicht vorgesehen.

Wer kann nominiert werden? Wer kann nominieren?
Alle Nachwuchswissenschaftlerinnen oder –wissenschaftler aus den BioSC Core Groups, die Doktorandinnen oder Doktoranden während deren Promotion fachlich betreuen, können von Core Group-Leitern und Promovierenden nominiert werden. 

Der Wettbewerb
Die Ausgezeichneten erhalten eine Prämie von bis zu 25.000 Euro sowie eine Urkunde. Der Wettbewerb erfolgt im Rahmen des NRW-Strategieprojekts BioSC. Unterlagen und der Ausschreibungstext mit den Antragsbedingungen zur Einreichung von Vorschlägen finden sich im BioSC-Intranet. Das Gutachtergremium entscheidet vorrangig auf Basis der exzellenten Betreuungsleistung und der Fähigkeit der Wissenschaftler, Studenten und Doktoranden zu motivieren, interdisziplinär und somit auch über den eigenen „Fachbereich hinaus“ zu denken. Auch die hohe Qualität der jeweiligen durchgeführten Lehrtätigkeiten fließt in die Bewertung mit ein. 

Einreichfrist: 16. Januar 2022

Archiv

Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Patermann, Dr. Michael Wustmans, Prof. Dr. Ingar Janzik; Foto: Forschungszentrum Jülich

BioSC Supervision Award 2020:
Verleihung als Christian-Patermann-Preis an Dr. Michael Wustmans

Nachwuchspreise für Interdisziplinarität und fachliche Exzellenz

Der BioSC Supervision Award wurde am 5. März 2021 erstmals als Christian-Patermann-Preis verliehen. Der Namensgeber, der als Begründer der wissensbasierten Bioökonomie in Europa gilt, überreichte den Preis persönlich an Dr. Michael Wustmans vom Lehrstuhl für Technologie-, Innovationsmanagement und Entrepreneurship der Universität Bonn. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Ingar Janzik.

Seit 2014 wird regelmäßig der mit 25.000 € dotierte BioSC Supervision Award verliehen, mit dem Nachwuchswissenschaftler für herausragende Leistungen bei der Betreuung von Promovierenden im BioSC ausgezeichnet werden. Beim 5. BioSC Symposium am 5. März 2021 wurde er erstmals als Christian-Patermann-Preis verliehen. Der Preisträger ist Dr. Michael Wustmans von der Universität Bonn. Michael Wustmans studierte Industrial Engineering in Siegen, bevor er sich im Zuge seiner Promotion an der Universität Bremen auf den Bereich Innovationsmanagement spezialisierte. 2018 kam er an den Lehrstuhl für Technologie-, Innovationsmanagement und Entrepreneurship der Universität Bonn und baute dort eine Arbeitsgruppe auf. Im BioSC FocusLab greenRelease leitet er das Arbeitspaket zu Technologietransfer und Marktpotenzial.

Nominiert wurde Michael Wustmans von aktuellen und ehemaligen Doktorandinnen und Doktoranden sowie der Leiterin des Lehrstuhls, Prof. Dr. Stefanie Bröring. In rund 20 persönlichen Unterstützungsschreiben war zu lesen, wie er das wissenschaftliche Selbstbewusstsein und die Sichtbarkeit seiner Doktoranden fördert, berichtete Prof. Dr. Ingar Janzik in ihrer Laudatio. Er ermutige sie zu aktiven Konferenzbeiträgen, selbständiger Workshop-Organisation und Präsentation vor Fachleuten und Fachfremden. Mit einem „Wissenschaftlichen Jour Fixe“ am Lehrstuhl fördere er ein Denken über den persönlichen Tellerrand hinaus. Mit kreativen Konzepten wie „Design Thinking“ und „Science fiction prototyping“ leite er zu erfolgreicher interdisziplinärer Projektentwicklung an. Hervorgehoben wurden auch seine herausragenden Kompetenzen im Projektmanagement und seine Fähigkeit, diese weiterzuvermitteln. Darüber hinaus engagiert sich der Preisträger im Bereich der Gründungsförderung als Mentor und Coach. Mit seiner Expertise und seinen Aktivitäten bewegt er sich an den Schnittstellen zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und zwischen Wissenschaft und Anwendung, die für die Etablierung einer nachhaltigen wissensbasierten Bioökonomie von entscheidender Bedeutung sind.

Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Patermann überreichte den Preis persönlich im Rahmen des 5. BioSC Symposiums an Michael Wustmans. Christian Patermann war von 1996 bis 2007 Leiter der Direktion Forschung bei der Europäischen Kommission und federführend bei dem Konzept einer „Knowledge-based Bioeconomy (KBBE)“, das die Kommission erstmals 2005 formulierte. Von Herbst 2007 bis 2014 beriet er die nordrhein-westfälische Landesregierung zu dem aufkommenden Zukunftsfeld Bioökonomie. Von 2009 bis 2012 gehörte er dem ersten deutschen Bioökonomierat an. Er ist der wichtigste Wegbereiter für die moderne wissensbasierte Bioökonomie in Europa.

6. BioSC-Forum
19. November 2019

Preisträger 2019

Zum Abschluss des Forums wurde der BioSC Supervision Award 2019 an Dr. Thomas Drepper vom Institut für Molekulare Enzymtechnologie (IMET) der HHU Düsseldorf und Dr. Stephan Noack vom IBG-1 Biotechnologie am Forschungszentrum Jülich verliehen. Mit diesem Preis zeichnet das BioSC Nachwuchswissenschaftler für exzellente Leistungen bei der Betreuung von Promovierenden aus. Er ist mit je 25.000 € dotiert und wird im Rahmen des NRW-Strategieprojekts BioSC verliehen. Beide Nominierungen wurden unterstützt durch Empfehlungsschreiben aktueller und ehemaliger Doktoranden, die das herausragende Engagement der beiden Preisträger würdigten.

Supervision Award

 Dr. Thomas Drepper

Institute for Molecular Enzyme Technolgy (IMET), Heinrich Heine University Düsseldorf

Dr. Stephan Noack

IBG-1: Systems Biotechnology, Forschungszentrum Jülich

von links nach rechts: Prof. Dr. Jörg Pietruszka, Dr. Thomas Drepper, Dr. Stephan Noack, Prof. Dr. Ingar Janzik

5. BioSC-Forum
19. November 2018

Preisträger 2018

In letzten Jahr ging der Supervision Award 2018 an die Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Anita Loeschcke. Dr. Loeschcke arbeitet am Institut für Molekulare Enzymtechnologie (IMET) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und leitet das BioSC FocusLab CombiCom. Dr. Loeschcke wurde von drei ihrer Doktoranden für den Supervision Award nominiert. Außerdem wurde ihre Nominierung durch mehrere Empfehlungsschreiben ehemaliger Doktoranden unterstützt. Aufgrund ihres herausragenden Engagements und ihres Einsatzes in der disziplin-übergreifenden Ausbildung ihrer Doktoranden haben sich die Gutachter für Dr. Anita Loeschcke als Preisträgerin des BioSC Supervision Awards 2018 entschieden. Die Gewinnern erhielt im Rahmen des fünften BioSC Forums eine Urkunde und einen symbolischen Check über das Preisgeld von 25.000 €.

Supervision Award

 Dr. Anita Loeschcke

Molecular Enzyme Technology (IMET), Heinrich Heine University Düsseldorf

 

von links nach rechts: Prof. Dr. Ulrich Schurr, Dr. Anita Loeschcke, Prof. Dr. Ingar Janzik

4. BioSC-Forum
27. November 2017

Preisträger 2017

Supervision Award

 Dr. Markus Schwarzländer

Institute for Chemical Signalling, INRES, University of Bonn

 Dr. Ulrich Krauß

Institute for molecular enzyme technology, Heinrich-Heine Unversity Düsseldorf

 

von links nach rechts: Prof. Dr. Ulrich Schwaneberg, Dr. Markus Schwarzländer,  Dr. Ulrich Krauß, Dr. Heike Slusarczyk

2. BioSC-Forum
3. November 2015

Preisträger 2015

PhD-Competence Award

Supervision Award

Thiemo Zambanini

Institute of Applied Microbiology (iAMB), RWTH Aachen

Dr. Nick Wierckx

Institute of Applied Microbiology (iAMB), RWTH Aachen

 

Dr. Ljubica Vojcic

Institute of Biotechnology, RWTH Aachen

 

 von links nach rechts: Dr. Nick Wierckx, Dr. Ljubica Vojcic, Prof. Dr. Georg Groth

1. BioSC-Forum
3. November 2014

Preisverleihung

Die im Wettbewerb prämierten Arbeiten umfassten vielfältige interdisziplinäre Forschungsansätze aus der Biochemie, Mikrobiologie sowie aus den Ingenieurwissenschaften. Im Rahmen ihrer Promotionen erarbeiteten die Doktoranden unterschiedliche, für die Bioökonomie hochrelevante Lösungsansätze. Neben der erfolgreichen Anpassung einer Labormethode an kleinere Maßstäbe, die in Zukunft zur Weiterentwicklung von Bioprozessen eingesetzt werden kann, wurden auch weitere technische Lösungen, die zum Ausbau von neuen Prozessen der „Weißen Biotechnologie“ beitragen können, prämiert.
Bei den für Ihre exzellente Betreuungsleistung ausgezeichneten Wissenschaftlern überzeugte vor allem ihre Motivation von Studenten und Doktoranden interdisziplinär zu arbeiten und somit auch über den eigenen „Fachbereich hinaus“ zu denken. Die Auswahl der Supervision Award Gewinner wurde zusätzlich durch die hohe Qualität der jeweiligen durchgeführten Lehrtätigkeiten untermauert.

In der ersten Ausschreibung wurden die Preisträger des PhD-Competence Awards mit je 5.000 €, die des Supervision Awards mit je 25.000 € prämiert.

PhD-Competence Award

Supervision Award

Alexander Gruenberger

IBG-1: Biotechnologie, FZ Jülich

Dr. Dörte Rother

IBG-1: Biotechnologie, FZ Jülich

Thorsten Sehl

IBG-1: Biotechnologie, FZ Jülich

Dr. Kerstin Schipper

Institut für Mikrobiologie, HHU Düsseldorf

Heiner Giese

AVT-Bioverfahrentechnik, RWTH Aachen

 

von links nach rechts: Prof. Dr. Georg Groth, Thorsten Sehl, Dr. Kerstin Schipper, Dr. Dörte Rother, Alexander Gruenberger