Nordrhein-Westfalen setzt in seiner neuen Bioökonomie-Strategie auf Forschung und Entwicklung als Quelle von Innovationen für eine zirkuläre und biobasierte Wirtschaft. NRW hat ein hohes Potential für die Umsetzung der Bioökonomie. Die Strategie arbeitet die Chancen in einzelnen Branchen heraus, betont aber insbesondere die Rolle der systemischen Entwicklung. Forschung zur Aufstellung der Bioökonomie als System ist der Gründungsauftrag des BioSC und findet nun in der Strategie der Landesregierung nachhaltigen Widerhall.
Forschung, Lehre und Ausbildung auf hohem internationalem Niveau werden als Grundlage der Bioökonomie in NRW gewürdigt und Innovationen aus Wissenschaft und Forschung als Basis für den Großteil der in der Strategie definierten Ziele als essenziell angesehen. Als zentrale Herausforderungen für die Zukunft werden die Kontinuität und Agilität von Forschung und Entwicklung auch bei enger werdenden öffentlichen Haushalten genannt sowie eine engere Verzahnung von Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft. So sollen Invention und Innovation enger verknüpft und kreative Ideen in die Anwendung umgesetzt werden.
NRW möchte in den kommenden Jahren das Forschungssystem für die Bioökonomie ausbauen und stärken, sowie die Optimierung des Wissenstransfers vorantreiben. In der Forschung sollen Expertisen stärker gebündelt werden, um Synergien effektiver zu nutzen. Im Hinblick auf den Wissenstransfer sollen Ausgründungen weiter verstärkt werden.
Die Strategie hebt hervor, dass das BioSC entscheidend dazu beigetragen hat, NRW sowohl national als auch international als Forschungsstandort in der Bioökonomie sichtbar zu machen. Durch seine systemische Zusammenarbeit von Natur-, Ingenieur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften verkörpert es seit seiner Gründung den inter- und transdisziplinären Ansatz, der für die Entwicklung innovativer Lösungen für eine nachhaltige biobasierte Wirtschaft erforderlich ist. Seit Beginn der Förderung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Jahr 2013 wurden mehr als 90 Forschungsprojekte durchgeführt, die sich mit der nachhaltigen Produktion von Pflanzen für Ernährung und stoffliche Nutzung, mit der Umsetzung nachwachsender Rohstoffe in Wertstoffe sowie mit der wirtschaftlichen Machbarkeit und den gesellschaftlichen Voraussetzungen und Folgen der Bioökonomie befassten. Der integrative Ansatz wird auch mit einer Reihe von Ausbildungsaktivitäten verfolgt.
Eine Reihe von Start-ups, die in den letzten Jahren in NRW gegründet wurden, darunter re.solution, LipiTune, AgPrime, BioThrust und SenseUp, sind in Forschungskooperationen des BioSC begründet. In Zusammenarbeit mit der Initiative BioökonomieREVIER werden am BioSC erforschte Lösungen für die Transformation des Rheinischen Reviers hin zu einer Zukunftsregion für nachhaltiges Wirtschaften entwickelt. Das BioSC wird auch weiterhin zur Erreichung der in der Bioökonomie-Strategie NRW festgelegten Ziele beitragen.