Die Menschheit verbraucht langfristig mehr natürliche Ressourcen als auf unserem Planeten vorhanden sind, insbesondere in den Industrieländern. Eine große Chance, nachhaltiger zu produzieren und zu konsumieren, bietet das Konzept der Kreislaufwirtschaft. Dazu findet an der RWTH im Sommersemester 2026 zum fünften Mal die Ringvorlesung “Meet the Circular Economy” statt.
Verschiedene Unternehmen stellen ihre Nachhaltigkeitskonzepte vor und geben Einblicke in die Herausforderungen bei der Entwicklung und Umsetzung kreislauforientierter und biobasierter Prozesse. Neben Studierenden aller Fakultäten sind auch interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Bei der abschließenden „Innovation Challenge“ treten Studierenden-Teams gegeneinander an und präsentieren Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen der beteiligten Unternehmen.
Im Anschluss an die Vorlesungen besteht jeweils die Möglichkeit zum zwanglosen Austausch. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Sandra Venghaus (Lehr- und Forschungsgebiet Ökonomie der Nachhaltigkeit)
+49 24180 90963
venghaus[at]sustainability.rwth-aachen.de
Zeit und Ort: Dienstags 16:00-19:00, Hörsaal MetP11 (Geb.2181, R. 102), Kopernikusstrasse 14, 52074 Aachen
www.socecon.rwth-aachen.de/en/lehre/meet-the-circular-economy/
©Forschungszentrum Jülich
Beim ersten Termin ging es um Kreislaufwirtschaft in der chemischen Industrie. Dr. Stefanie Eiden präsentierte das Konzept der Firma Covestro zur Kreislaufnutzung von Hochleistungspolymeren, das neben der Entwicklung enzymatischer, chemischer und pyrolytischer Recyclingverfahren auch den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten und Kooperationen umfasst. Wolfgang Kösters erläuterte den Ansatz der Firma WEPA, Hygieneprodukte aus Altpapier anstelle von Holz herzustellen und Papierfasern mehrfach zu recyceln. Das Thema Nachhaltigkeit wird entlang der gesamten Produktion adressiert, etwa durch eigene Solar- und Windparks. Auch bei WEPA spielt neben der Entwicklung der technischen Verfahren der Aufbau wirtschaftlicher Kooperationen eine zentrale Rolle, beispielsweise mit dem Lebensmitteleinzelhandel.