Forschen • Ausbilden • Vernetzen
Für eine nachhaltige Bioökonomie

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Für eine nachhaltige Bioökonomie

11. BioSC Spotlight: "Green Chemistry for a Sustainable Bioeconomy"

22. Juni 2026 | 12:00 Uhr - 16:30 Uhr | Institut für Anorganische Chemie | Landoltweg 1a | 52074 Aachen

Die klima-, umwelt- und ressourcenschonende Produktion von Materialien und Chemikalien ist eine der großen aktuellen Herausforderungen, die die Bioökonomie adressiert. Das 11. BioSC Spotlight widmete sich den Schnittstellen zwischen Grüner Chemie und Bioökonomie sowie dem Beitrag der Grünen Chemie zu einer nachhaltigen biobasierten Kreislaufwirtschaft.  Es fand als Satellitenveranstaltung zur Fuel & Chemical Science Conference 2026 statt.

©Forschungszentrum Jülich
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Gastgeber der Veranstaltung war der Lehrstuhl für Bioanorganische Chemie der RWTH Aachen. In der Keynote Lecture zeigte Walter Koch, BASF, an verschiedenen Beispielen, dass für eine realistische Ermittlung, ob ein biobasiertes Produkt tatsächlich CO2-Emissionen einspart, nicht nur der Herstellungsprozess, sondern immer auch Rohstoffe, Transport, Recycling und Entsorgung betrachtet werden müssen. Danach wurden verschiedene Beispiele für neue Synthesewege präsentiert. Caroline Paul, TU Delft, stellte eindrucksvolle Möglichkeiten zur Herstellung von Duftstoffen und pharmazeutischen Wirkstoffen mittels enzymatischer Retrosynthese vor. Dörte Rother, Forschungszentrum Jülich, illustrierte, wie sich solche enzymatischen Reaktionskaskaden mit mikrobiellen und chemischen Syntheseschritten kombinieren lassen und wie sich diese hybriden Prozesse auch in nicht-wäßrigen Medien durchführen lassen können. Jürgen Klankermayer, RWTH Aachen University, zeigte Notwendigkeit und Möglichkeiten der Verkettung verschiedener katalytischer Pfade für die Realisierung einer Kreislaufwirtschaft auf.

Im zweiten Teil demonstrierte Johannes Rebelein, HHU Düsseldorf, dass bestimmte bakterielle Nitrogenasen in der Lage sind, CO2 zu konvertieren, was ein vielversprechender Ansatz für die Produktion von Chemikalien auf CO2-Basis sein kann. Den Abschluss bildete ein eindrucksvoller Tandemvortrag von Sonja Herres-Pawlis und Andreas Jupke, beide RWTH Aachen University, die chemische Verfahren für Synthese und Abbau von Biokunststoffen in einem technischen Maßstab samt innovativer Produktaufarbeitung vorstellten.

Intensive Gespräche und Networking rundeten diesen spannenenden und produktiven Tag ab. Vielen Dank an alle Referenten, Helfer und Teilnehmer!

 

Agenda

11:00 h

Registration and Light Lunch

12:00 h

Welcome

 

Dörte Rother, IBG-1: Biotechnology, Forschungszentrum Jülich

12:05 h

Keynote

 

Comparison of footprints of petrochemical and biocatalytic processes
Walter Koch, BASF SE

12:45 h

Session I

 

Moderator: Niclas Conen, IBG-2: Plant Sciences, Forschungszentrum Jülich

 

Redox biocatalytical approaches for fine chemical targets
Caroline Paul, Department of Biotechnology, TU Delft

 

Combining multi-enzyme catalyzed processes with chemical and microbial reaction steps
Dörte Rother, IBG-1: Biotechnology, Forschungszentrum Jülich / BioSC

 

Concatenated catalytic pathways to platform chemicals
Jürgen Klankermayer, Institute of Technical and Macromolecular Chemistry, RWTH Aachen

14:15 h

Coffee break

15:00 h

Session II

 

Moderator: Larissa Laurini, Institute of Inorganic Chemistry, RWTH Aachen

 

Decoding and taming nitrogenases for CO2 conversion
Johannes Rebelein, Institute for Molecular Enzyme Technology, HHU Düsseldorf / BioSC

 

Bio-based polymers on a technical scale: Innovative synthesis and separation for circularity

Sonja Herres-Pawlis, Institute of Inorganic Chemistry, RWTH Aachen / BioSC

Andreas Jupke, AVT.FVT, RWTH Aachen / BioSC

16:30 h

Closing Remarks

 

Andreas Jupke, AVT.FVT, RWTH Aachen / BioSC

 

Get-together